Gartenblog mit Tipps zur Gartengestaltung und Gartendeko

Fliedergelee aus weißen Fliederblüten selbstgemacht

 


Liebe Gartenfreunde, liebe Gartenfreundinnen,

Ich liebe meinen Flieder und er mich – deswegen durfte er auch auf das Titelbild meines Blogs.

Ich finde ein Flieder gehört irgendwie in jeden Garten genau wie Schwertlilien (von denen ich zu viele habe) und Rittersporn (der bei mir nicht wachsen will) und jede Menge Rosen natürlich… und, und und.

Er ist mittlerweile zu einem stattlichen Busch herangewachsen und erfreut mich jedes Jahr mit einer Unmenge von weißen Blüten und seinem betörenden Fliederduft.

Das einzige Problem, ist, dass ich ein wenig allergisch auf ihn reagiere, aber das mindert meine Freude an seiner Blüte nicht.

 


Das Fliedergelee Rezept

 

 

In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, es einmal mit einem Fliedergelee zu versuchen. Ich meine, wenn er so gut schmeckt, wie er riecht, dann wäre das doch etwas ganz Besonders. Der Duft des Flieder quasi auf der Zunge – wie genial!

Naja, wenn ich solche Ideen habe, dauert es in der Regel auch nicht lange und sie werden in die Tat umgesetzt.

Die gepflückten Blüten entfernte ich erst einmal von den Stilen und allem Grün, da ich im Internet gelesen hatte, dass das giftig sei.

Ich habe also wirklich nur die Blüten abgezupft und alles andere weggeworfen. Dabei muss man etwas Geduld entwickeln (auch ich), denn das ist ziemlich mühselig und langwierig.

 

 

Nach geschlagenen zwei Stunden hatte ich es auf die beeindruckende Menge von 150 g gebracht, meine Nase triefte und meine Augen tränten. Also musste diese Menge reichen…

Die nochmal in einem Sieb geschüttelten Fliederblüten – damit sich bloß nicht noch ein Käferchen versteckt hält – habe ich in ein luftdicht verschließbares Gefäß mit ein paar Zitronenscheiben geschichtet. Da in das Gefäß ein Liter Wasser passte, groß ich das Ganze mit einem Liter Wasser auf und ab damit für ca. 48 Stunden in den Kühlschrank.

 

 

 

So genau ging das dann nicht, denn es wurden 49 Sunden daraus, bis das Gemisch endlich abgeseiht wurde und in den Kochtopf kam.

Ich habe dann 750g Gelierzucker 2:1 eingerührt und das Ganze auf- und dann weitere 4 Minuten sprudelnd gekocht. Fertig!

Heraus kamen 6 kleine Gläschen und eine Schüssel zum Probieren.

Und jetzt verrate ich es euch: Es ist wirklich so, als hätte man den Fliederduft auf der Zunge. Ich werde das Ganze jetzt mit einem frischen Croissant und etwas bretonischer Salzbutter kombinieren – perfekt!

Ich denke, es passt auch prima zu Ziegenkäse, oder gegrilltem Wild oder Lamm.

Hier nochmal schnell die Zutaten für das Fliedergelee zum Mitschreiben:

Rezept

150g Fliederblüten ( ganz wichtig: ohne Grün )

1 Zitrone aus dem Bioladen – in Scheiben geschnitten

1 Liter Wasser

750 g Gelierzucker 2:1

Bonne appétit!

 

 


Leider hat für das Foto der Flieder nicht mehr geblüht. Der ewigen Regen hat ihn in der Nacht völlig zerschlagen.

Es waren übrigens sechs Gläser – aber drei gingen schon in die Nachbarschaft…

 

 

 

Ach ja: Und die Allergiker unter euch kann ich beruhigen. Fliederduft auf der Zunge ruft keine allergischen Reaktionen hervor, sondern ein absolutes Glücksgefühl.

 

Es grüßt euch herzlich

Eure Gudrun

 

Nachtrag: Am Wochenende haben wir gegrillt und das Fliedergelee wurde mein Begleiter zu Lamm – lecker!


Über Gundi

Über Gundi

Fotografin, Gartenliebhaberin und kreativer Chaot. Zuhause in der Pfalz und der Bretagne.

Garten. Liebe. Pfalz.