ja, so ist es tatsächlich – besonders im Juni zur Zeit der Rosenblüte.

Da duftet es und summt es und das Auge weiß manchmal gar nicht, wo es verweilen soll.

Ich glaube, das ist auch der Grund, warum ich Drinnen – im Haus – eher die Farbe Weiß bevorzuge. Durch die Üppigkeit des Garten, besonders während der Rosenblüte, tut es meinen Augen immer mal ganz gut, Ruhe zu finden und dazu ist eben ein weißes Haus bestens geeignet…

 

 

Aber darum geht es ja hier nicht, deshalb zurück in den Rosengarten:

Es begann, wie so vieles, mit einer Rose, der Crown Princess Margareta, einer apricot-rosa blühenden, gut duftenden und dichtgefüllten Austinrose. Sie bekam, noch während unseres Umzuges einen Platz neben dem Küchenfenster und heute, nachdem sie die stattliche Höhe von etwa 4m erreicht hat, dominiert sie mit ihrer Blüte und ihrem betörenden Duft den ganzen Eingangsbereich des Hofes.

Schnell folgten weitere Rosen, die den Vorbesitzer immer wieder zum Kopfschütteln brachten. „Nein, Gudrun. In diesem Garten werden keine Rosen gedeihen“, sagte er, was mich allerdings von meinem Vorhaben, einen Rosengarten anzulegen, nicht abbringen konnte.

Ich sollte Recht behalten, denn mittlerweile gibt es keine Ecke mehr, in der nicht zumindestens eine Rose wächst.

 

Natürlich habe ich im Laufe der Jahre die eine oder andere Sorte verloren – oder ich konnte sie retten, indem ich ihr einen neuen Platz gesucht habe. Aber das ist Gärtnererfahrung und ich denke mir manchmal, manche Rosensorte und ich, wir passten einfach nicht zusammen.

Am Anfang schleppte ich einfach wild – so bin ich halt – Rosen an und pflanzte und pflanzte… und freute mich. Nachdem dann der Garten, den ich in Etappen anlegte, seine weitgehende Struktur hatte, ging es ans Sortieren. Ich bin nicht so glücklich, wenn Farben durcheinander gewürfelt sind – Weder im Garten noch bei der Kleidung oder in der Wohnung.

Also machte ich im Sommer Fotos, plante mit ihnen im Winter die Farbpaletten und ging im zeitigen Frühjahr ans Werk. Ja, es ist tatsächlich so, dass ich den Garten mehrere Male „umgeräumt“ habe.

So entstanden nicht nur einzelne Gartenräume, sondern auch einzelne Farbräume.

 

 

Zu der Margareta mit ihrem dominanten Apricot gesellten sich im Hof zwei Schneewittchen – als Kletterrosen gezogen, was Dank des Pfälzer Klimas tatsächlich funktionierte, eine Ilse Krohn Superior, eine Winchester Cathedral, eine Pilgrim, die mittlerweile den Dachfirst des Hinterhauses erreicht hatte und eine typische Dornröschen Rose, die Wedding Day, ein bezaubernder einmal blühender Rambler und noch etliche andere weitgehend weiß oder bartgelb blühende Sorten.

Das war dann der Rosengarten im Hofgarten.

 

 

Nach dem Abriss unserer alten baufälligen Scheune, überlegte ich lange hin und her, was ich mit dem neue gewonnenen Platz anfangen sollte – an die Mauern pflanzte ich natürlich, wie sollte es anders sein: Rosen, es entstand eine Pergola, natürlich auch mit Rosen bepflanzt und in die Mitte kamen Gemüse- und Kräuterbeete, von denen ich lange geträumt hatte. Im letzten Jahr habe ich mir einen weiteren lang ersehnten Wunsch erfüllt: ein Gewächshaus.

Nach dem Rosengarten im Hofgarten , beginnt also der Rosengarten im Gemüsegarten – oder umgekehrt, wie man es eben sehen mag.

 

 

Anfangs waren die Rosen gemischt: mal weiß, mal kräftiges Rot – das war mir aber irgendwann in der Verbindung mit dem Gemüse und den gelben Ringelblumen, die nun einmal dazugehören, zu viel und zu Durcheinander.

Die weißen Rosen blieben und die roten mussten weichen. Doch wohin damit?

 

 

Da wir gerade unsere Dachterrasse vor dem Schlafzimmer anlegten, wanderte alles, was Rot ist nach oben. Das war in diesem Herbst. Ich bin schon ganz gespannt, wie sich das Ganze entwickelt und in diesem Jahr zur Rosenblüte ausschaut.

Im Gemüse/Rosengarten ist also die Farbe weiß eingezogen und ein weiterer Farbraum ist entstanden: Rot auf der Dachterrasse – und wirklich nur Rot! Fotos werden natürlich folgen…

 

Gehe ich weiter, komme ich zu unserem Pavillon, der umgeben von Rosen ist. Er steht im Übergang zum hinteren Teil unseres Garten, der L-förmig ist.

Hier beginnt eigentlich der rosafarbene Bereich mit kleinblütigen Rosen, Teerosen und eine meiner frühblühendsten Rosen, die ich sehr liebe: der Frühlingsduft. (Über sie habe ich hier schon einmal – im Rahmen der von mir geplanten Rosenportraits – geschrieben)

 

 

Als Solitär findet ihr dort die Cindarella, die ich für meine Tochter kaufte, als sie im Märchenalter war.

Über den Rosenbogen, der den Weg in den hinteren Gartenteil eröffnet, rankt eine alte tiefviolett farbene Rose, leider weiß ich ihren Namen nicht mehr.

So, dieses war der erste Streich, doch der zweite – sprich der zweite Teil des Gartens folgt so gleich….

Ich hoffe, es hat euch Spass gemacht mich durch diesen Teil meines Gartens zu begleiten.  Schaut bald mal wieder vorbei, den ich arbeite gerade am nächsten Gartenblog Artikel – „Dornröschen läßt grüßen – Teil II“

 

 

Es grüßt euch herzlich
Eure Gudrun