Gemüse im Garten…

 

… oder wie ich zu meinem Gemüsegarten kam.



Liebe Gartenfreunde und Gartenfreundinnen,

 

Gemüse im Garten ist eine feine Sache – finde ich. Man kann spontan sein und man hat absolute Frische.

Eigentlich war in unserem Garten kein Gemüsegarten vorgesehen, sprich, der nötige Platz war nicht vorhanden. Doch dann kam der Tag, an dem die alte Scheune so baufällig war, dass sich eine Renovierung nicht mehr lohnte. Da kein Unternehmen sich an diese Ruine traute, rissen wir sie in Eigenarbeit ab.

Plötzlich waren aus zwei Gartenteilen ein ganzer Garten geworden und noch dazu gab es jede Menge Platz. Für was? Natürlich für Rosen, denn davon kann ich bekanntlich nicht genug bekommen, aber auch für Gemüsebeete – juhu!

Da unter der Scheune Beton war, der nicht zu entfernen war (schweres Baugerät kommt in unseren schmalen Hof nicht hinein), wurde er lediglich durchbrochen und mit Erde aufgefüllt. Ein etwas ungewöhnlichen Vorgehen, das den neu gepflanzten Rosen und Stauden nichts ausmachte.

 


 

Das Gemüse gedieh in den ersten drei Jahren prächtig, doch irgendwann kümmerte alles…

Irgendwann hatte ich die Idee der Hochbeete. Doch Shabby Chic & Hochbeete – ging das überhaupt? Würde das nicht alle viel zu gerade und ordentlich? Die Lösung waren weiß gestrichene Bohlen – mein nostalgisches (alles ist entweder alt oder sieht wenigstens so aus Flair) blieb so erhalten, wie ihr auf den Bilder sehen könnt.

Und das Gemüse dankt es mir – seit Wochen essen wir Radieschen und Salat und kein Ende ist in Sicht…

Darüberhinaus gibt es Zuccini und Gurken, Radieschen und Buschbohnen. Dill und Petersilie natürlich auch.

Nach der ersten Salatflut kam jetzt noch Rucola und Kohlrabi hinzu und eines der Hochbeete nutze ich für die Vorzucht von Stauden und einjährigen Blumen. Dort ist dieses Jahr eine neue Ringelblumensorte. Ich bin ja nicht wirklich der Fan von gelben Ringelblumen, der Farbe gelb wegen, aber ich brauche sie für meine Heilsalbe.

Jetzt habe ich eine weiße Sorte aus England gefunden – mal sehen, was daraus wird…

Ach ja: die beiden Salate im linken unteren Bild stammen tatsächlich aus meinem Gemüsegarten – zwei Prachtexemplare!

 


 

Frisches Gemüse im Garten

 

Da zwei der Hochbeete Erdbeeren beherbergen, gibt es auch ein wenig frisches Obst. Für Kirschen sorgt der Kirschbaum und auf der Terasse wachsen in großen Töpfen Himbeeren.

Um die Hochbeete herum wachsen, wie es sich für einen Bauerngarten gehört Ringelblumen, Borretsch, Majoran und alles, was sich so jährlich aussät und in einen Gemüsegarten gehört. Das nehme ich auch gar nicht so genau – was da ist, ist eben da und darf bleiben.

An der Mauer zwischen den Rosen gibt es mehrjährige Kräuter wie Lavendel und Salbei und alte Heilpflanzen, wie z.B. der Fingerhut.

Im letzten Jahr kam auch ein Gewächshaus hinzu – ein langgehegter Traum. Nachdem wir dann jeden Tag Tomaten aßen – in jeder Form, die man sich denken kann, habe ich in diesem Jahr die Tomatenmenge – es sind übrigens alles selbstgezogene historische Sorten – etwas verringert. Hinzukommen Basilikum, Auberginen, Süsskraut, Schlangengurken und Duftgeranien. Und wo noch Platz ist, steht ein wenig Gartendeko herum, denn ich denke auch ein Gewächshaus kann schön dekoriert sein…

Groß ist er nicht mein Gemüsegarten, bietet aber dennoch alles, was man so für den täglichen Bedarf braucht – und er sieht richtig schön aus finde ich.

Aber das bin halt ich: Es ist mir immer wichtig, das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden!

 

Wo das alles verarbeitet wird? In meiner Sommerküche natürlich – aber davon ein anderes Mal.

 

Seid herzlich gegrüßt und bis bald

 

Eure Gudrun

 

 



 

Meine Buchempfehlung für euch:

 

Ein bezauberndes Buch über die Gestaltung von Landhausgärten

 


Garten. Liebe. Pfalz.