Ein Hoch auf das Hochbeet

… meine Erfahrungen im ersten Jahr!


Liebe Gartenfreunde, liebe Gartenfreundinnen, liebe Blogleser & – leserinnen,

eigentlich habe ich ja schon über die Veränderungen in meinem Gemüsegarten – Stichwort Hochbeet – berichtet, aber einige von euch habe mich gefragt, wie ich sie gebaut habe.
Das will ich euch jetzt schnell erklären und euch einen kurzen Erfahrungsbericht geben – passend zum kommenden Frühling, wenn er denn endlich kommt. Vielleicht ist ja der eine oder andere unter euch, der genauso etwas plant.

Eigentlich resultierte der Umstieg auf Hochbeete ja aus der Tatsache, dass ich a) nicht jünger werde – Hochbeete entlasten den Rücken – Jaaaa!!! und b) dass meine beiden heißgeliebten Hundemädels es nicht so ganz akzeptieren wollten, dass ein frisch angesätes Gemüsebeet für sie eigentlich tabu ist und c) dem unendlich schlechten Boden, der an der Stelle der Gemüsebeete ist.
Das alles und die Tatsache, dass meine Buchsbaumhecken als Einfassungen der Gemüsebeete in den hinteren Gartenbereich aufgrund des Zünslers weichen mussten und der Gemüsegarten dadurch etwas unstrukturiert wirkte, brachten mich auf die Idee, ein Hochbeet zu bauen.

Gemüsegartenstrukturierend, rückenschonend, bodenverbessernd und für Hunde fast unerreichbar! Perfekt!


Ideen für ein Hochbeet im Garten – mit ganz wenig Zeitaufwand & Kosten

Meine Ideen, wie ich etwas, dass ich mir in den Kopf gesetzt habe, realisiere, sammele ich in der Regel, indem ich mich bei einem Glas Wein vor die Sommerküche setzte und den Garten betrachte, bis der große AhaEffekt kommt.

Im Falle der Hochbeete war das eine flinke Entscheidung:

Ich entschied mich für einfache ungehobelte Dielen. Die bekommt ihr in jedem Baumarkt und sie sind gar nicht teuer. Ich habe sie erst einmal auf den Boden gelegt und so lange von links nach rechts geschoben, bis ich zufrieden war. Nachdem der Plan für die Anordnung im Garten stand, wurden sie gebaut.

Ich entschied mich für vier quadratische, flachere, da es sonst zu wuchtig gewirkt hätte und zwei rechteckig höhere.

Der Rahmen besteht, wie gesagt aus Dielen, Stabilität bekamen sie durch einen kleinen Balken in der jeweiligen Ecke. Das Ganze wurde zusammengeschraubt und an seinen jeweilig vorgesehenen Platz gelegt. Fertig! Da ich ja bekannterweise ein großer Fan der Farbe Weiß bin, habe ich sie im Anschluß mit Dispersionfarbe für Außen gestrichen. Mittlerweile sehe ich, dass sie sich etwas abwäscht und da das Holz darunter grau geworden ist, sieht das richtig Klasse aus.

Das Ganze nahm nicht einmal einen ganzen Samstagvormittag in Anspruch.


Da ich mich mit dem Thema Hochbeet vorab nicht wirklich beschäftigt hatte, kam im Anschluss die allseits bekannte Suchmaschine ins Spiel.

Hier erfuhr ich etliches über die Füllung der Hochbeete, was ich euch hier schnell wiedergebe, damit ihr nicht selber suchen müsst:

Wenn ihr übrigens ein Hochbeet oder mehrere anlegen mögt, macht es am Besten im Frühjahr. Denn auf diese Weise bekam ich dankbarerweise auch den Großteil meines Frühjahrsschnitts im Garten los, denn er wurde zur Grundlage der Hochbeete.
Solltet ihr Probleme mit Wühlmäusen haben, vergesst nicht ein Gitter auf den Boden zu legen, dann bleiben euch die Nager im Gemüsebeet erspart.
Die Füllung bestand also zunächst aus einer ersten Schicht Ästen und Zweigen als Dränage, danach folgte eine Schicht aus verrotteten Pflanzenresten ( da habe ich meinen Kompost vom Vorjahr genommen ) und ihn mit den Pflanzenresten aus dem Frühjahr gemischt, da sie beim Verrottungsprozeß Wärme entwickelt.

Da meine Beete nicht ganz so hoch sind, wie die „echten“ Hochbeete – das sähe in meinem Garten einfach zu wuchtig aus – habe ich die jeweiligen Schichten von der Höhe her gedrittelt eingefüllt. Wundert euch nicht: So ein Hochbeet frisst Unmengen von Material…
Für die letzte Schicht ließ ich mir eine Runde Gartenerde liefern, die ich mit etwas Hochbeeterde gemischt habe.

Fertig!


Ideen zur Bepflanzung

Bei der ersten Bepflanzung habe ich einfach zunächst meinen früheren Bepflanzungsplan übernommen.

Zwei der quadratischen, niedrigeren Hochbeete wurden mit Erdbeeren bepflanzt, ein weiteres mit Zuccini. In das Vierte habe ich zunächst Ringelblumen gesät, aus denen ich meine Ringelblumensalbe mache – dazwischen kamen Salatpflänzchen. Seit August wächst darin Mangold.
Um die beiden großen Beete habe ich Kapuzinerkresse und Borretsch gesät. Bepflanzt wurden sie im Frühjahr vorwiegend mit Salat, Kresse, Kerbel, Radieschen und Kohlrabi. Später folgten Buschbohnen, Dill, Lauch, Petersilie und Brokkoli.

Salat hatte ich bis in den Herbst, nachgesät wurden Lauchziebeln, Spinat und Unmengen Feldsalat, ebenso wie eine letzte Runde Kerbel.
Eine kleine Ecke habe ich für Blumensamen reserviert: Rittersporn, Akeleien und so weiter – auch das klappt prima.

Sogar die weißen Stockrosensamen sind aufgegangen und versprechen eine reichhaltige Blüte im nächsten Jahr… damit hatte ich bisher noch nie wirklich Glück.
Alles in allem kann ich sagen, dass die Ernte um einiges reichhaltiger ist, als vorher – Schnecken blieben weitgehend auch fern und so habe ich die Entscheidung weder optisch noch erntetechnisch bereut.

Übrigens habe ich nach jeder Ernte neue Erde aufgefüllt. Das ist eigentlich logisch, denn durch den Verrottungsprozess, sinkt der Boden etwas ab. Dadurch hatte das Gemüse allerdings auch immer reichlich Nährstoffe, was es mit gedankt hat.
Durch den Feldsalat ist der Boden jetzt für den Winter geschützt und wird nicht ausgewaschen – außerdem sieht es natürlich schöner aus, wenn ein Gemüsebeet nicht brachliegt…


Alles in allem ist das Ganze eine gelungene Sache. Ich finde, es strukturiert meinen Gemüsegarten ganz wunderbar, die Hunde bleiben fern und der Rücken freut sich.

Auch der Ertrag ist höher – ich habe festgestellt, dass ich die Pflänzchen wesentlich enger pflanzen kann. Die Erntezeit hat sich um einiges verkürzt auch wenn meine Hochbeete nicht der Norm entsprechen, da sie wesentlicher niedriger sind. Allein diese Anhebung hat eine deutliche Verbesserung gebracht.

Eine tolle Anleitung vor allem, was die Pflanzenreihenfolge über das Jahr hinweg betrifft, findet ihr übrigens in dem Buch: Hoch Das Beet – mein Kauftipp unten.
Das Tollste an diesem Buch ist der Jahresplaner, der viele Fragen erklärt: Wann wird welches Gemüse ausgesät oder gepflanzt? Wann sind auf welchem Beet welche Pflegemaßnahmen nötig und wann ist welches Gemüse erntereif? So entstehen keine Lücken im Gemüsebeet – der beste Weg zur Selbstversorgung…

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon Erfahrungen mit Hochbeeten gemacht?

 

 Es grüßt euch herzlich

Eure Gudrun


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Mein Lesetipp für euch:

Hoch das Beet

Der Hochbeet-Jahresplaner


Über Gundi

Über Gundi

Fotografin, Gartenliebhaberin und kreativer Chaot. Zuhause in der Pfalz und der Bretagne.


Garten. Liebe. Pfalz.