Mandelplätzchen – oder: … in der Weihnachsbäckerei!

 

 

Hallo ihr Lieben,

 

Jetzt habe ich schon eine ganze Weile nichts mehr hören lassen – und schwupp die wupp, der erste Advent steht vor der Tür.

Für viele ist der Advent eine der schönsten Zeit des Jahres. In den Straßen funkeln kleine Lichter, es duftet nach Plätzchen und Glühwein – ja, es ist eine ganz besondere Zeit. Eine Zeit der Besinnung…

 

 

Man versucht ein wenig zur Ruhe zu finden, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, man backt Plätzchen, schmückt Küche und Wohnzimmer, – das Zuhause rückt plötzlich wieder in den Vordergrund.

Und das ist auch gut so.

Unsere Zeit ist so schnelllebig, oft sorgenvoll – meist voller Hektik und Zeitnot. Jedes Jahr sind wir aufs neue überrascht, dass schon wieder ein Jahr vergangen ist und Weihnachten fast vor der Tür steht – und was wir dann bis dahin noch alles zu tun haben, was eingekauft, gebacken, geplant werden muss, – und jedes Jahr meinen wir, dass wir das alles gar nicht schaffen können.

 

 

Wie wäre es es einfach einmal anders zu machen?

Ohne Zeitdruck und Hektik. Ohne Perfektionismus.

Was, wenn wir einfach diese Zeit nutzen würden, um einmal zur Ruhe zu kommen. Hektik und Streß haben wir doch das ganze Jahr über.

Ich habe eigentlich gar keine Zeit für den Advent, denke ich schon seit Jahren – keine Zeit zum Dekorieren und Plätzchen backen – und die Geschenke kaufe ich zwei Tage vor Weihnachten, in der Hoffnung, dass ich doch noch all das Gewünschte auftreiben kann.

An Weihnachten bin ich dann in der Regel fix und fertig und der Advent ist wieder einmal an mir vorbeigezogen, einfach so, ganz still – nur habe ich an dieser Stille nicht teilhaben können – Besinnlichkeit blieb nur ein Wort.

Momentan habe ich wieder etliche Aufträge im Bereich der Foodfotografie – wie immer im Herbst und Winter. Das beginnt mit der Weinlese der Winzer und endet meist mit meiner Abfahrt in die Bretagne im Frühling. Man kann fast die Uhr danach stellen.

Wie vielen geht es so?

Beim Backen kam mir die Idee, einfach ein paar Gedanken zum Advent aufzuschreiben, ja, und vielleicht bekommt der eine oder andere nach diesen Bildern auch Lust aufs Plätzchenbacken…

 

 

Ach ja, das Rezept für meine Mandelplätzchen ist übrigens ganz einfach:

180g Puderzucker, 180g Butter, 240g Mehl, 100g gemahlene Mandeln und 2 Eigelb zu einem Mürbeteig verkneten, 1/2 Stunde kühl stellen, ausrollen , ausstechen und dann bei 180° ca. 10 Minuten backen. Zum Schluss mit Puderzucker bestäuben – und schon sind sie fertig – die Mandelplätzchen.

 

 

Ich werde es diesmal einfach mal anders machen, habe ich mir zumindestens fest vorgenommen – Wärme und Glück kann jeder verschenken, nur manchmal muss man sich dazu neu erfinden… dazu werde ich jetzt die Adventszeit nutzen… – mal sehen, ob es funktioniert.

Zum Schluss noch eines meiner Lieblingsgedichte zum Advent – wie so oft von Rainer Maria Rilke – es handelt zwar nicht von Weihnachtsbäckerei und Plätzchenduft, ist aber wunderschön:

 


Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin – bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

(Rainer Maria Rilke)


 

 

Ich wünsche euch ein schönen 1. Advent bei einer gemütlichen Tasse Kaffee oder Tee und einer großen Portion leckerer Mandelplätzchen.

Ich wünsche euch schöne Gedanken und ganz viel Zeit mit der Familie.

Ich wünsche euch eine wunderschöne, besinnliche Adventszeit.

 

Es grüßt euch herzlich

Eure Gudrun