Die Geschichte von der Entstehung meines Rosengarten

 

… oder wie aus einer Gartenfläche ganz viele kleine Gärten wurden.


2003 hat es uns in die Pfalz verschlagen, genauer gesagt an die Südliche Weinstraße. Dort haben wir unser kleines Gartenparadies erworben – nun ja, ein Paradies war es damals nicht. Und wenn dann nur mit viel Phantasie.

Wir kauften einen gepflasterten Hof, eine baufällige Scheune, ganz viele Betonwege, einen großen alten Nussbaum und jede Menge Grünzeug, das keiner braucht. Und trotzdem war es, wie es manchmal im Leben ist: Liebe auf den ersten Blick.

Dazu bekamen wir eine gesunde Portion Ratschläge, u.a. jenen, dass in diesem Garten keine Rosen wachsen., was heißt, dass es nichts wird mit dem geplanten Rosengarten.

Diesen Satz werde ich ganz ehrlich nie in meinem Leben vergessen, sind es doch mittlerweile über 100 verschiedene Rosenstöcke, die sich in meinem Garten heimisch fühlen. Das heißt, es gibt zwar die verschiedensten Gartenecken, aber alle sind sie irgendwie ein Rosengarten im Rosengarten

Dann war das Anwesen gekauft und für mich stellte sich die Frage: Wo beginnen? Was tun –  und vor allem: wie plant man einen Rosengarten?

Während der bis heute andauernden Phase der Hausrenovierung, begann ich den Garten anzulegen und das auf eine ganz eigene Art. Bei jedem neuen Abschnitt, den ich der Wiese abgerungen hatte, entstand auch ein Sitzplatz. Nun, davon haben wir jetzt jede Menge, aber – ob ihr es glaubt, oder nicht –  wir benutzen sie alle.

Gleichzeitig bekam jeder Gartenraum ein eigenes Thema und so haben wir heute einen Hofgarten, einen Gemüsegarten, einen Buchsbaumgarten, bzw. Rosengarten mit rosa Rosen und eine Ruheecke.

In der Nacht plante ich und am Tag ging ich ans Werk. So rang ich dem Garten von Jahr zu Jahr ein weiters Stück ab. Am Anfang war alles noch etwas durcheinander – die Harmonie der Farbgestaltung folgten erst mit dem Jahren. Ach je, ich weiß gar nicht, wie oft ich so manche Rose oder Staude eingeplant, ausgepflanzt und umgepflanzt habe… – jetzt bin ich langsam an dem Punkt angelangt, an dem ich etwas zufrieden bin. Nein, richtig zufrieden werde ich glaube ich nie sein!

Hier findet ihr einen Überblick über die verschiedenen vier Bereiche meines Rosengartens – begleitet mich einfach auf einen kleinen Gartenspaziergang. Ich wünsche euch viel Spaß dabei!

 


Willkommen in meinem kleinen Hofgarten

Newsletter abonnieren

Mehr Lust auf Gundi's garden? Bleib informiert. Mit deiner Anmeldung zum meinem Newsletter erhältst du stets frische Neuigkeiten aus der Welt des Gartens & der Deko.

Bleibt auf dem Laufenden & erfahrt alle Neuigkeiten rund um Gundi’s garden

Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Schließe dich 18 anderen Abonnenten an

Die Planung unseres Gartens begann zunächst im Hof, der hintere Gartenbereich wurde durch eine Scheune abgeteilt. Da ich den Hof schließlich tagtäglich von der Küche aus sehe, war es bei unserem Umzug das Naheliegenste dort zu beginnen.

Meine erste Rose, die ich pflanzte war die Crown Princess Margaretha. Sie hat mittlerweile gewaltige Ausmaße bekommen und braucht jedes Jahr einen starken Rückschnitt, damit mir der Eingangsbereich nicht irgendwann komplett zuwächst. Seit dieser Zeit verzaubert sie den Eingangsbereich des Hofes mit ihrem Duft und ihren apricotfarbenen Blüten.

Nicht lange danach folgten zwei Schneewittchen, die sich mittlerweile – dank des Pfälzer Klimas und ihrer Nähe zu den Mauern ebenfalls zu prächtigen Kletterrosen entwickelt haben.

Außerdem gebe ich zu, dass ich mit dem Rückschnitt nicht immer so ganz genau nehme, sprich ich halte mich da an keine Lehrbücher, sondern schneide meine Rosen so, wie ich sie gerne haben möchte und wenn sie denn klettern mögen, dann dürfen sie das durchaus auch tun.

Es folgten weitere Rosen in weiß oder in zartgelb, um meiner „Prinzessin“ nicht die Schau zu stehlen.

Meine erste Randbepflanzung war aus der Not heraus der ganz gewöhnliche Storchschnabel, der sich rasend schnell vermehrte.

Heute ist er ersetzt durch Rittersporn, weißen Phlox, Frauenmantel und Buchsbaumkugeln und das Ganze ist wesentlich harmonischer geworden.

Was gibt es Schöneres als von der Küche direkt in den Garten zu gehen können?

Nach dem Fall der alten Scheune richtete ich mir eine kleine Sommerküche ein, in der ich im Sommer eigentlich so ziemlich alles mache was so anliegt – Kräuter trockenen, Marmelade und Gelee einkochen usw. usw….  Das ist dann die Zeit, in der ich am liebsten gar nicht mehr ins Haus möchte.

Das Hinterhaus ist mittlerweile komplett zugewuchert – da bekommt man wirklich den Gedanken an Dornröschen. Hier wächst die zauberhafte Wedding Day in wunderschöner Harmonie mit der zartgelben Pilgrim. Im letzten Jahr ist noch ein Blauregen hinzugekommen. eine Duftsymphonie..

 

Bei meinen Gartenführungen sind die Besucher immer ganz erstaunt, wenn ich erzähle, dass der Garten erst 13 Jahre alt ist. Ich gebe dann aber immer zu, das ich eine sehr ungeduldige Gärtnerin bin. Ich kaufe viele Pflanzen lieber gleich ein wenig größer, um noch im selben Jahr ein optimales Ergebnis zu haben.

Viel geschieht jetzt nicht mehr im Hof. Unter den Ahorn wurde im letzten Jahr noch ein kleiner Rambler gesetzt, eine Hortensie kam hinzu, aber ich denke, die Struktur stimmt jetzt so wie sie ist und jetzt wird nur noch in jedem Jahr aufs Neue an der Dekoration gefeilt… – und die ändert sich tatsächlich, ebenso wie die Sommerbepflanzung in jedem Jahr aufs Neue.

Ach – vor ein paar Jahren schrieb die Zeitung „Gartenspaß“ über unseren Hofgarten. Das war damals kurz nach dem Scheunenabriß – ich bin manchmal ganz erstaunt, wie sich seitdem alles verändert hat. Aber da sind mein Garten und ich uns einig: Wir lieben die Veränderung…

Hier der Bericht: Teil I und Teil II

Tja, das ist wirklich schon wieder ewig lang her. Damals war der Garten irgendwie ziemlich bunt, heute bevorzuge ich eher ruhigere Töne, viel Weiß und jede Menge grün, denn das lässt die einzelnen Rosen am besten zur Geltung kommen.

Wieviele davon stehen eigentlich in meinem kleinen Hofgarten? Nun, es sind tatsächlich 14 Stück – ich habe eben schnell nachgezählt…

 


 

Frisches Gemüse im Bauerngarten…

Der Gemüsegarten – ja, eigentlich ist es eher ein Bauerngarten mit Gemüse & Kräutern, einem Kirschbaum & Erdbeeren, Ringelblumen & natürlich Rosen –  ist erst vor fünf Jahren entstanden. Zu diesem Zeitpunkt war unsere Scheune nicht mehr tragbar und wir mussten sie abreißen ( das Ganze in Eigenarbeit, da sich kein Unternehmen daran traute ).

Unter der Scheune war, wie in weiten Teilen des Gartens natürlich wieder Beton in dicksten Schichten. Entfernen war nicht möglich, so dass wir ihn lediglich anbohrten und darauf die Beete anlegten.

Nun, meine Rosen störte das nicht. Sie wuchsen und gediehen!

Nicht so das Gemüse. Also beschloß ich in diesem Jahr Hochbeete anzulegen. Das war eine gute Entscheidung – mein Gemüse ist eine Wucht…

Vor einem Jahr kam auch ein Gewächshaus hinzu – ein langgehegter Traum. Nachdem wir im letzten Jahr dann jeden Tag Tomaten aßen – in jeder Form, die man sich denken kann, habe ich in diesem Jahr die Tomatenmenge – es sind übrigens alles selbstgezogene historische Sorten – etwas verringert, dafür aber mehr dekoriert.

Ich denke auch ein Gewächshaus kann schön sein…

Groß ist er nicht unser Gemüsegarten, bietet aber dennoch alles, was man so für den täglichen Bedarf braucht – und er sieht richtig schön aus finde ich.

Er verbindet zudem das Schöne mit dem Nützlichen – und das ist etwas, was mir sehr wichtig ist!

Und am Gemüsegarten geht es vorbei in Richtung Buchsbaumgarten – oh je: Das ist eine längere Geschichte – aber hört und seht selbst!


Der Rosengarten…

… Rosen und Buchbaum in vollendeter Harmonie

Nach dem Gemüsegarten kommt ihr in den „Rosa Rosen“ Rosengarten. Oder ist es eher mehr ein Buchsbaumgarten?

Ihn gibt es in dieser Gestaltung erst seit Februar letzten Jahres und ich hoffe, dass er mir trotz Buchbaumzünsler noch lange erhalten bleibt.

Eigentlich wurde das Ganze ein wenig aus der Not geboren: Buchsbaumkugeln hatte ich überall im Garten. Dann kam jedoch das Gemüse und danach kam der Buchsbaumzünsler. Ohne Spritzen ging da gar nichts und Gemüse und Gift passen nicht zusammen, finde ich.

Also musste ich eine Lösung finden. Diese bestand daraus, dass alle Buchsbäume nach hinten wanderten… in den Buchsbaum- Rosengarten! Überdacht wird er von einem riesigen Walnussbaum, der den Garten prägt. Natürlich habe ich dort auch meine kleinen Sitzplätze – unter dem Nussbaum für kühle Abende an heißen Sommertagen und unter dem weißen Holzpavillon. Dort steht auch ein Tagesbett, das zum Lesen und Verweilen einlädt. Ach, wieviele Stunden haben wir dort schon mit lieben Freunden gefeiert.

Durch den Nussbaum ist es sehr schattig, dementsprechend wohl fühlen sich Buchsbäume, Funkien, Farne und auch die zahlreichen Rosen – und das trotz Schatten. Hier dominiert die Farbe rosa, denn ich liebe rosafarbene Rosen, finde aber, dass sie mit anderen Farben nicht zu sehr gemischt werden sollten. Sie brauchen einfach ihren eigenen Bereich, um ihre Wirkung entfalten zu können.

So, nach dem Spaziergang durch den Buchsbaum – Rosengarten fehlt nur noch meine kleine Ruheecke…


Meine Ruheecke…

… oder der Garten im Garten

… naja, mit der Ruhe ist es ja bei mir irgendwie nicht so weit her. Aber sie sieht schön aus so eine Gartenecke mit Gartenliege und so weiter… und schon allein der Gedanke, sie aufzusuchen und die einladende Liege zu betrachten, bringt ein wenig Ruhe in meine Gedanken.

Da steht dann auch das kleine Gartenhäuschen, das ich manchmal an Regentagen aufsuche, um bei einer Tasse Tee in Gartenzeitschriften zu Stöbern oder um abends bei Kerzenlicht ein Gläschen Wein zu trinken.

Diese Ecke war lange verwaist, was die Gartengestaltung betrifft, denn es war die Spielecke unserer kleinen Tochter. Später kam ich dann auf die Idee, einen Garten im Garten zu gestalten. Das heißt, alles, was ein Garten so hergibt auf kleinstem Raum. Und das geht tatsächlich: Gartenhaus für schlechtes Wetter, Gartenliege für Sonnenschein, ein kleines Wasserbecken mit Teichpflanzen und munterem Geplätscher und sogar ein Kompost für Gartenabfälle. Und das Ganze auf allerkleinsten Raum.

Zudem haben hier sieben Rosen Platz gefunden unter anderem die Bobby James – ein Rambler, etliche Clematis und Stauden.

Ihr seht: selbst auf kleinstem Raum ist es möglich seinen Garten abwechslungsreich zu gestalten…

So, und das war es jetzt mit meinem Gartenspaziergang – ich hoffe, es hat euch gefallen und vielleicht habt ihr sogar ein paar Ideen für euren eigenen Garten gefunden.


Garten. Liebe. Pfalz.